Rabat entdecken

Denken wir an Marokko so fallen uns zuerst die lebendige Stadt Casablanca und die Wüsten-Metropole Marrakech ein. Beide sind ohne Zweifel atemberaubende Orte mit einem einmaligen Flair. Doch viele haben die wunderschöne und einladende Hauptstadt des Königreiches nicht auf dem Schirm. Rabat, ist eine Metropole zwischen alt und neu, modern und antik, Luxus und Einfachheit. Rabat kommt auf eine Einwohnerzahl von 620.000 und grenzt im Westen an den Atlantischen Ozean und im Norden an den Fluss Bou Regreg. Rabat ist der Ideale Ort für den Einstieg in eine orientalische Reise. Die Märkte sind hier etwas ruhiger und die Händler zurückhaltender als in den anderen Metropolen. Außerdem hat die marokkanische Hauptstadt neben seinem einmaligen Flair auch jede Menge Sehenswürdigkeiten zu bieten, wie zum Beispiel die Chellah, der Tour Hassan mit dem angrenzenden Mausolée Mohammed V oder die einladende Medina.

Zum Ende des vergangenen Jahres haben meine Familie und ich mal wieder einen spontanen und kurzen Abstecher in die marokkanische Hauptstadt gemacht. Immer wieder erfreut und beeindruckt von der Schönheit der Stadt und den gewagten Autofahrten geht es durch die Metropole. First Stop: Die Medina, hier wandert ein köstliches Mille-Feuille in meine Tasche, das gleich im Auto verputzt wird. Meist wenn ich nach Rabat komme sage ich zu meinem Mann: “Du weißt wofür jetzt Zeit ist, es ist Mille-Feuille-Zeit.” Für mich jedesmal wieder eine Gaumenfreude. Ich habe schon viele Variationen probiert aber auf dem Souk in Rabat gibt es die besten.

Eine kurze Autofahrt und eine Mille-Feuille später landen wir an einer der wohl bedeutendsten Sehenswürdigkeiten Rabats dem Hassan Turm und Mausoleum von Mohammed V. Hier erwartet die Besucher, hinter den bewachten Mauern, ein beeindruckender Ort mit Geschichte. Vorbei an den Wächtern, die sich hoch zu Ross vor dem Eingang platziert haben, gelangt man auf einen mit zahlreichen Steinsäulen bestückten Platz. Zur linken ist der Hassan Turm aus dem 12. Jahrhundert und zur rechten finden wir das Mausoleum von Mohammed dem V und Hassan dem II. Dieser Ort ist einmalig und wunderschön zu gleich.






Unser nächster Stop an diesem Tag ist die märchenhafte Kasbah des Oudaias. Auf einem Felsen thront die Kasbah, die im 12. Jahrhundert erbaut wurde, über der Stadt. Seit 2012 zählt die Kasbah sowie die Stadt Rabat zum UNESCO Weltkulturerbe. Hinter einem beeindruckenden Tor gelangen wir in den andalusischen Garten. Hier kann jeder für ein paar Minuten die Seele baumeln lassen und sich ganz und gar seinen Gedanken hingeben. Vom Garten aus geht die Erkundungstour weiter. Eine Gewinde aus kleinen Gassen, die in Blau und Weiß gehalten sind, führen hin zur Altstadt. Wer nicht auf den Souk möchte, sondern es vorzieht die beeindruckende Kulisse auf sich wirken zu lassen, sollte sich von den Gassen zum Café Maure führen lassen. Das ist auch meine erste Wahl, da man von hier aus einen wunderschönen Blick auf das Meer hat. Bei einem köstlichen Minztee oder einem erfrischenden Wasser genieße ich die Ruhe und tanke neue Energie für den weiteren Weg. Ich persönlich liebe diesen Ort zum einen wegen seiner grünen Oase und zum anderen durch seinen Charm. Bei fast jedem Besuch in Rabat kommen meine Familie und ich hierher, um die Atmosphäre zu genießen. Nach dem Tee geht es weiter auf den Souk, wo wir frisch gemahlene Gewürze und orientalische Balgha (Pantoffeln) kaufen.








Bevor es nach Hause geht, machen wir noch einen Abstecher zum Boulevard Mohammed V. Hier treffen wir das genaue Gegenteil zur Altstadt an. Die “Ville Nouvelle” wurde zu Beginn des 19. Jahrhunderts erbaut und ist eine koloniale Neustadt mitten im Orient. Ein Großteil der heute noch erhaltenen Gebäude sind im Art-déco-Stil gehalten und in den 1920er Jahren errichtet worden. Hier flanieren wir über den prächtigen Boulevard der direkt am Hauptbahnhof liegt und mit zahlreichen Palmen versehen ist. Neben einem Spaziergang in dem französisch beeinflussten Teil der Stadt hat man auch die Möglichkeit in die Geschichte einzutauchen. Das archäologische Museum zeigt einen Überblick über die Geschichte Marokkos und ist in wenigen Gehminuten vom Boulevard Mohammed V aus zu erreichen. Ich kann euch nur ans Herz legen diese bezaubernde Stadt mit all ihren Facetten kennenzulernen!



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